Seite 1 von 1

Hellenismus

Verfasst: So 2. Nov 2008, 16:49
von lambrini
Hallo zusammen


Bei Wiki steht zu dem Thema Hellenismus recht viel,darunter dieses hier

Der Begriff Hellenismus (von griechisch Ἑλληνισμός hellēnismós ‚Griechentum‘ zu griechisch ἑλληνίζω ‚korrekte griechische Rede, griechische Sprache der nachklassischen Zeit im Gegensatz zur attischen Sprache‘ bezeichnet die geschichtliche Epoche vom Regierungsantritt Alexanders des Großen von Makedonien 336 v. Chr. bis zur Einverleibung Ägyptens, des letzten hellenistischen Reiches, in das Römische Reich 30 v. Chr. Als Epochenbezeichnung verwendete den Begriff „Hellenismus“ zuerst der deutsche Historiker Johann Gustav Droysen um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Sinne von „Nachahmung des Griechischen“ wurde „hellenismos“ jedoch bereits in der Antike gebraucht.

Kennzeichen dieser Geschichtsepoche ist die Hellenisierung, die Durchdringung vor allem des Orients durch die griechische Kultur und im Gegenzug der Einfluss orientalischer Kultur auf die Griechen. Die hellenistische Welt umfasste einen gewaltigen Raum, der von Sizilien und Unteritalien (Magna Graecia) über Griechenland bis nach Indien und vom Schwarzen Meer bis nach Ägypten reichte. Die Hellenisierung der orientalischen Bevölkerung sorgte dafür, dass noch bis weit ins Mittelalter hinein wenigstens die städtische Bevölkerung Syriens und Kleinasiens eine Form des Griechischen sprach, die Koine (von κοινός koinós „allgemein“). Die kulturellen Traditionen des Hellenismus überstanden den politischen Zusammenbruch und wirkten noch Jahrhunderte in Rom und im Byzantinischen Reich fort.

Der makedonische König Alexander der Große, unter dessen Vater Philipp II. Makedonien zur Vormacht in Griechenland geworden war, eroberte von 334 v. Chr. an das persische Achämenidenreich und drang bis nach Indien vor. Nach dem Tod Alexanders im Jahr 323 v. Chr. erhoben sich seine führenden Generäle, die sogenannten Diadochen, zu lokalen Machthabern. Eine Wiedervereinigung des Alexanderreiches erschien spätestens 301 v. Chr. aussichtslos, als der letzte Verfechter der Reichseinheit, Antigonos I. Monophthalmos, in der Schlacht von Ipsos seinen Rivalen unterlag. Die sogenannten Diadochenkämpfe um Alexanders Erbe endeten schließlich 281 v. Chr. nach insgesamt sechs Kriegen. Es bildeten sich drei hellenistische Großreiche, die für die nächsten 200 Jahre den östlichen Mittelmeerraum beherrschen sollten: Makedonien und Teile Griechenlands fielen an die Antigoniden, die Nachfahren Antigonos’ I., Syrien, Mesopotamien und Persien gerieten unter die Herrschaft der Seleukiden und Ägypten mit der Kyrenaika fielen an die Ptolemäer.

Nach dem Ende der Diadochenkriege stabilisierte sich die politische Lage zunächst. Um 200 v. Chr. begann jedoch Rom, sich in der hellenistischen Welt zu engagieren, etwa in Griechenland und im Konflikt der Seleukiden mit den Ptolemäern um Palästina. 188 v. Chr. zwangen die Römer den Seleukiden Antiochos III. zum Verzicht auf Teile seines Reiches. Auch Philipp V. von Makedonien musste eine Einengung seines Handlungsspielraums in Griechenland akzeptieren. Im Iran, bis dahin unter seleukidischer Kontrolle, breiteten sich seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. die Parther aus, die sich ganz als Erben der hellenistischen Tradition präsentierten. Als sie um 141 v. Chr. auch Mesopotamien in Besitz nahmen, beschränkten sie die Seleukiden, die bereits ihre östlichen Gebiete an das Griechisch-Baktrische Königreich verloren hatten, auf einen unbedeutenden Reststaat in Syrien. Die Griechen in Baktrien hingegen, deren Reich um 130 v. Chr. unterging, sollten später ihren Einflussbereich noch auf Nordwestindien ausdehnen und sich dort bis Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. halten können.
168 v. Chr. teilten die Römer Makedonien in vier Bezirke auf, 148 v. Chr. wandelten sie es endgültig in eine römische Provinz um. Auch das griechische Mutterland geriet unter römische Kontrolle. 64 v. Chr. beseitigte die Eroberung Syriens durch Pompeius die letzten Reste der Seleukidenherrschaft. 30 v. Chr. nahm Oktavian Alexandria ein und gliederte das Ptolemäerreich, das seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. nicht viel mehr als ein römisches Protektorat gewesen war, ins Imperium ein. Damit endete die politischen Selbstständigkeit griechischer Staaten und auch die politische Geschichte des Hellenismus, während die kulturelle Ausstrahlung des Hellenismus bis in die Spätantike erhalten blieb

LG lambrini

Verfasst: So 2. Nov 2008, 16:49
von Anzeige