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Der Anfang

Verfasst: Di 21. Okt 2008, 15:42
von lambrini
Hallo zusammen.

Die griechische Mythologie ist sicherlich ein Thema,zu dem unzählige Bücher geschrieben worden sind,und zu dem auch
bereits unendlich viele Webportale bestehen,die allesamt ein viel grösseres Wissen zur Verfügung stellen
als wir das hier je können werden.Dennoch sind wir,die Betreiber dieses Forums der Meinung ,das es sicherlich
sinnvoll ist ,ein Forum das Griechenland bezogen ist ,auch mit möglichst viel Wissen über die Kultur,die Geschichte
und der Mythen des Landes auszustatten.


Hoffentlich finden sich hier möglichst viele User ,die das auch so sehen und Spass und Freude daran haben werden,uns tatkräftig durch zahlreiche Beiträge zu unterstützen.Bitte denkt jedoch daran ,sofern Ihr aus urheberrechtlich geschützten
Büchern,Schriften,Medien zitiert,dieses auch entsprechend kenntlich zu machen.

Ich persönlich beziehe sehr viel Informationen,die ich hier veröffentlichen werde ,aus Wikipedia.

Also starten wir mal.
Das Verständniss des Anfangs alles Seins beginnt in der griechischen Mythologie hiermit:

Am Anfang war Chaos (Unordnung), aus dem die ersten Götter entstanden:

die Nacht (Nyx) und die Finsternis (Erebos)

die Erde (Gaia), die aus sich selbst ohne Zeugungsakt den Himmel (Uranos), das Meer (Pontos) und die Berge (Ourea) erzeugte

die Unterwelt (Tartaros)

die Liebe (Eros)

die Luft (Aither)

in der griechischen Mythologie werden diese als Götter des Schöpfungsmythos angesehen.

Chaos
Das Chaos (griechisch χάος, cháos) ist ein Zustand vollständiger Unordnung oder Verwirrung und damit der Gegenbegriff zu Kosmos, dem griechischen Begriff für Ordnung.
Etymologisch hängt das Wort mit dem griechischen Verb χαίνω („klaffen, gähnen“) zusammen, bedeutet also ursprünglich etwa „klaffender Raum“, „gähnende Leere“, „Kluft“. So heißt Chaos auch eine tiefe Bergschlucht auf der Peloponnes, vergleichbar der Ur-Schlucht Ginnungagap der nordischen Mythologie.
In der Theogonie des griechischen Dichters Hesiod (ca. 700 v. Chr.) ist das Chaos der Urzustand der Welt: „Wahrlich, zuerst entstand das Chaos und später die Erde...“ (Vers 116). Das Chaos besitzt in diesem kosmogonischen Mythos Ähnlichkeit mit dem Nichts und der Leere. Kinder oder Abkömmlinge des Chaos bei Hesiod sind Gaia (die Göttin der Erde), Nyx (die Göttin der Finsternis der Nacht), Erebos (der Gott der Finsternis in der Unterwelt), Tartaros (die Unterwelt, Ort und Person zugleich) und Eros (der Gott der Liebe). Alle fünf Götter sind zeitgleich aus dem Chaos entstanden.
In der ersten Schöpfungsgeschichte der Bibel (Genesis 1,1-5) können die Worte „wüst und leer“ auch als ein anderer Ausdruck für Chaos gedeutet werden. In der hebräischen Bibel steht an dieser Stelle תֹהוּ וָבֹהוּ, das später als „Tohuwabohu“ in die deutsche Sprache Einzug gehalten hat.

Nyx
Nyx (griech. Νύξ) ist in der griechischen Mythologie die Göttin und Personifikation der Nacht (Finsternis). Sie wird mit schwarzen Flügeln auf einem Wagen fahrend dargestellt. Laut Homer fürchtete sich selbst Zeus vor der Nacht.
Zum Ursprung der Nyx gibt es verschiedene Überlieferungen: Wie Gaia und Erebos entstand auch die Nyx aus dem Ur-Chaos. Nach den Erzählungen der Orphiker war sie jedoch von Anfang an da, wurde vom Wind – dem Aithir – befruchtet, legte das silberne Ei in den Schoß der Dunkelheit, aus dem Eros schlüpfte, der goldgeflügelte, zweigeschlechtliche, alles bewegende Gott.In diesem Ei soll oben aber auch ein gähnender, hohler Raum gewesen sein – das Chaos. Unten war „das Andere“, und das war Gaia, die Große Mutter; oder es waren unten Okeanos – nach Meinung der Orphiker der älteste der Götter und somit nicht mit dem Titan Okeanos zu verwechseln – und Tethys, eine andere große Göttin und in diesem Fall ebenso wenig mit der Titanin Tethys zu verwechseln, die sich als erste miteinander paarten, und alle Götter und Lebewesen erschufen.
Laut Hesiod war zuerst das Chaos – der gähnende, hohle Raum. Aus diesem wurde Gaia, die Erde, Erebos, das Grauen der Finsternis und Nyx, die dunkle Nacht. Erebos und Nyx paarten sich miteinander und es entstanden der Tag (Hemera) und der Äther (Aither).

Erebos
Erebos (῎Ερεβος von griech. ἔρεβος „dunkel“) ist in der griechischen Mythologie der Gott der Finsternis und die Personifizierung dieser. Er entstand zeitgleich mit Gaia, Nyx, Tartaros und Eros nach dem Dichter Hesiod aus dem Chaos.
Laut Hesiod war zuerst das Chaos (der gähnende, hohle Raum) aus dem die lichtlose Dunkelheit der Tiefe, der Erebos, entstand. Nach Ranke paarten sich dann Nyx und Erebos und es entstanden neben dem Schlaf und den Träumen die Übel der Welt: Verderben, Alter, Tod, Zwietracht, Ärger, Elend und Entsagung, die Nemesis, die Moiren und die Hesperiden, die hier als bedrohliche Aspekte der Mondgöttin aufscheinen, aber auch die Freude, die Freundschaft (Philotes) und das Mitleid. Als Tochter der beiden gilt zudem die Styx, die aber auch als Okeanine die älteste Tochter des Okeanos und der Tethys sein soll. Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie. Reinbek bei Hamburg (Rowohlt) 2003 (ISBN 3-499-55404-6)

Gaia
Gaia (griech. Name: Γαῖα (gaîa), bzw. auch Γῆ (gê), deutsch Gäa), in der griechischen Mythologie die Erde in Göttergestalt, die gleichzeitig mit den Göttern Nyx und Erebos aus dem Chaos entstand.
Gaia war die Mutter des Uranos, den sie aus sich selbst gebar, und mit dem sie den Okeanos, die Titanen und die Kyklopen zeugte. Uranos verbarg diese Kinder sofort tief in der Erde, dies erboste Gaia und sie stiftete Kronos, einen der Titanen, zum Umsturz an. Kronos entmannte auf ihren Rat seinen Vater mit einer Sichel, als dieser sich voll Verlangen Gaia näherte. Aus dem Blut erschuf Gaia die Giganten, die Erinnyen, Hekatoncheiren und die melischen Nymphen. Aus dem Samen im Geschlecht des Uranos, das ins Meer stürzte, entstand Aphrodite.
Später bekam Gaia weitere Kinder mit Pontos (Meer), darunter Nereus, Keto, Phorkys. Als Zeus später den Kronos stürzte und mit den Titanen kämpfte, sandte Gaia diesen den Typhoeus zur Hilfe. Sie musste sich ihm aber fügen und die Oberherrschaft des Zeus anerkennen.

Tartatos
Tartaros (auch Tartarus geschrieben) ist in der griechischen Mythologie (ebenso wie Hades, Erebos) ein Teil der Unterwelt, auch: Hölle, Unterwelt, Schattenreich.
Es ist der Strafort der Unterwelt. Zu ewigen Qualen im Tartaros verurteilt waren Tityos, Ixion, Oknos, Danaiden, Sisyphos und Tantalos, der Sohn des Zeus. In Platons „Phaidon“ wirft „ihr gebührendes Geschick“ die in den Tartaros, die „häufigen und bedeutenden Raub an den Heiligtümern begangen oder viele ungerechte und gesetzwidrige Mordtaten vollbracht haben oder anderes, was dem verwandt ist“. Sie werden daraus nie wieder heraufsteigen.
Das Besondere am Tartaros ist, dass er Person und Ort zugleich ist, mit der Gaia zeugte er den Typhon.
Nach dem Tartaros bezeichneten die alten Römer die in Europa einfallenden plündernden Hunnen als Tataren, da sie annahmen, diese kämen direkt aus der Hölle. Auch die Mongolen unter Dschingis Khan und seinen Nachfolgern wurden später so bezeichnet.

Eros
Eros (griechisch Ἔρως Érōs) ist in der griechischen Mythologie der Gott der Liebe.
Nach Hesiod entstand er zusammen mit Tartaros, Gaia, Erebos und Nyx aus dem Chaos. Später galt er als Sohn der Aphrodite und des Ares ; seine Geliebte ist die Psyche . Psyche gebar Eros eine Tochter, Voluptas (die Lust).
In der Kunst wird er meist mit Pfeil und Bogen dargestellt; mit seinen Pfeilen entzündet er die Liebe bei den Getroffenen. Der Sage nach besitzt er neben den goldenen Pfeilen der Liebe auch eiserne Pfeile, die den Hass erzeugen.
Eros galt in der späteren griechischen Mythologie als Sohn der Aphrodite und des Ares, dies stellte jedoch ein klares Paradoxon dar, da Eros gleichzeitig als Vater von Uranos galt, der der Urgroßvater von Ares ist.
Dieses Paradoxon klärt sich, wenn von einem Kreislauf, einer Reinkarnation der Götter ausgegangen wird.

Aither
Aither oder Aether (griech. Αἰθήρ Aithēr) ist in der griechischen Mythologie die Personifikation des „oberen Himmels“, der Sohn von Erebos und Nyx.
Er ist die Seele der Welt und alles Leben entspringt aus ihm; die reine „Luft“, die die Götter atmen und in der die Gestirne schweben. Im Gegensatz dazu atmen die Menschen „aēr“. Nach den Erzählungen der Orphiker waren jedoch Nyx und Aither von Anfang an da: Sie – die Nacht – wurde vom Wind – dem Aither – befruchtet und legte das silberne Ei in den Schoß der Dunkelheit, aus dem Eros schlüpfte, der goldgeflügelte, zweigeschlechtliche, alles bewegende Gott.
In diesem Ei erst befand sich oben das Chaos und unten Okeanos, der älteste Meeresgott, zusammen mit Tethys. Und oben war Chaos, der gähnende Raum, und unten war Gaia, die große Erdgöttin.[1][2] Wobei in der Sammlung des Sängers Orpheus es eine ältere und neuere Erzählung vom Anfang gibt. Am Anfang war die Nacht, beginnt die ältere Erzählung, mit Chronos, der nie altert und nicht identisch mit Kronos ist, beginnt die neuere Erzählung. Chronos brachte aus sich den windstillen Aither und Chaos hervor. Chaos, der hohle Raum ohne festen Grund und Aither trennten sich nachdem Phanes erschien. [1] Eine weitere Erzählung wird bei Hesiod genannt. Chaos war zuerst, der Erebos und die dunkle Nacht hervorbrachte.Die Nacht gebar Aither und Hemere (den Tag), von Erebos' Liebe befruchtet.[3] Hesiod nannte mehrere Theogonien die heute allesamt verschollen oder wie die vom Sänger Orpheus kaum erhalten sind. [4] Damit lässt sich schwer die Bedeutung und ein Vergleich der einzelnen Traditionen und Aither feststellen.
Das Aither-Konzept der antiken Griechen ähnelt stark den Auffassungen anderer indogermanischer Völker. Besonders frappierend ist die Ähnlichkeit zum indischen Akascha, eine Auffassung die unter anderem im Vaisheshika vertreten wird.
1. ↑ a b Karl Kerényi:Die Mythologie der Griechen. dtv 1997, S.20 und S.92
2. ↑ O.Kern. Orphicorum fragmenta
3. ↑ 'Hesiod. Theogonie. Philipp Reclam, 1999, Zeile 116
4. ↑ Hesiod: Theogonie. Philipp Reclam 1999, S.156



LG lambrini

Verfasst: Di 21. Okt 2008, 15:42
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Re: Der Anfang

Verfasst: Do 24. Okt 2019, 15:12
von Fischiot
Die Schöpfungsgeschichte in der griechischen Mythologie ist sehr spannend! Gaia spielt die zentrale Rolle, was die Schöpfung betrifft. Zwischen der Entstehung der Erde und der Entstehung der Götter kann nicht genau unterschieden werden.

https://foora.com/f/reise/griechische-mythologie-gaia-und-die-entstehung-der